Skript Woche 28: „Treiber 2 & 3: Run Routines & Nudge Norms – Kosten senken, Normen verschieben"
60-Minuten-Sitzung · Block 5 · Fortbildung Quereinsteiger Sek I/II
1. Überblick
| Leitfrage | Wie senke ich die Kosten der Anstrengung – und wie mache ich Anstrengung ansteckend? |
| Kernquellen | McCrea, Motivated Teaching (Treiber „Run routines" + „Nudge norms"); Verzahnung: komplettes Block-1-Playbook, Modell 4 (W1), Positive Framing (W7), Show Call (W25) |
| Funktion im Jahr | Die Reinterpretations-Sitzung – das „Aha des Jahres": Block 1 wird rückwirkend als Kosten-Senkungs-Programm lesbar (EEF-Mechanismus „Wissen + Motivation" in Reinform). Nudge Norms operationalisiert Modell 4 zum Sprach-Handwerk; der Sprach-Audit verlängert W7 in die Normen-Dimension. Show Call bekommt seinen zweiten Job (Normen-Maschine). Kollegiums-Konsistenz öffnet den Blick über das eigene Zimmer hinaus. |
| Lernziele | Die TN können: 1. Routinen als Kosten-Senker in der EVK-Mechanik verorten und ihr Playbook entsprechend re-interpretieren, 2. Negativ-Norm-Aussagen erkennen und in Positiv-Norm-Aussagen umbauen (Sprach-Audit), 3. erwünschtes Verhalten systematisch sichtbar machen (Sichtbarkeits-Plan: Show Call, Peer-Anerkennung, Präsenz der arbeitenden Mehrheit), 4. den Konsistenz-Hebel im Kollegium benennen. |
| Sitzungstyp | Reinterpretation + Sprach-Training – dramaturgisch die „Belohnungs-Sitzung": Die TN entdecken, dass sie das meiste schon können. |
2. Vorbereitung
Raum: Vierergruppen; das eigene Playbook liegt auf dem Tisch (Vorab-Erinnerung per W27-Exit-Karte: Playbook mitbringen!). Material:
- Retrieval-Quiz liegt aus
- Handout A: Die EVK-Landkarte des Playbooks (Anhang 1.1)
- Sprach-Audit-Kartenset: 10 Negativ-Norm-Aussagen (Anhang 1.2)
- Handout B: Sichtbarkeits-Plan-Vorlage (Anhang 1.3)
3. Ablauf im Detail (60 Minuten)
Phase 0 · Ankommen (Minute 0–2) — Standard.
Phase 1 · Retrieval-Starter (Minute 2–8) — 5 Fragen (Anhang 2, Teil 1), Whiteboards.
Phase 2 · Brücke (Minute 8–12)
Moderationstext: „Erfolgs-Konstruktion: Wer hat seinem Fall zwei Erfolge gebaut – und was war beobachtbar?" [2 Stimmen; auch „nichts sichtbar" würdigen: Erwartungs-Reparatur braucht Wochen, nicht Tage – Ausdauer ist Teil der Maßnahme.] „Heute zwei Treiber in einer Sitzung – und ich beginne mit einem Rätsel: Ihr habt das mächtigste Motivationsprogramm dieses Jahres bereits vollständig umgesetzt. Es hat acht Wochen gedauert, es steht komplett in eurem Playbook, und niemand hat es euch als Motivationsprogramm verkauft. Wer eine Vermutung hat, was ich meine – auf die Boards." [3-2-1-hoch; einige treffen es.]
Phase 3 · Input A: Run Routines – die Reinterpretation (Minute 12–22)
„Die Auflösung: Block 1. Und jetzt der Blick durch die EVK-Brille – schlagt euer Playbook auf, wir gehen es durch: Was kostet einen Schüler eine Stunde OHNE Routinen? Er muss jede Stunde neu herausfinden: Wie startet das hier? Was gilt heute? Wann wird es gefährlich? Wird gelacht, wenn ich etwas Falsches sage? Jede dieser offenen Fragen ist eine Kosten-Position – Unsicherheit ist kognitiv und sozial teuer. Ein Raum mit verlässlichen Routinen dagegen: Der Start läuft automatisch (Begrüßungsroutine – null Orientierungskosten), Anweisungen kommen beim ersten Mal an (Vierercheck – null Entzifferungskosten), Fehler sind sicher (Woche 21 – das Blamage-Risiko, unsere teuerste Währung, ist gedeckelt), die Aufgabe steht schriftlich (Transienz – null Merkkosten), und der Ton ist berechenbar warm (Emotional Constancy – null Angstkosten). Euer Playbook ist ein Kosten-Senkungs-Programm. Der Nenner der Formel schrumpft in eurem Raum seit Monaten – deshalb, nebenbei, arbeiten eure Klassen heute besser als im September, auch dort, wo ihr am WERT nie geschraubt habt. Warum sage ich euch das erst jetzt? Weil die Reihenfolge des Programms genau darauf gebaut ist: Handwerk zuerst, Theorie als Belohnung – ihr SEHT die Mechanik jetzt in eurem eigenen Unterricht, statt sie glauben zu müssen. Und die praktische Konsequenz für heute: Wenn bei einem Schüler die Kosten der Engpass sind – Woche 27, euer Analysebogen – dann ist die Antwort oft kein Gespräch und kein Anreiz, sondern schlicht: Welche meiner Routinen erreicht ihn noch nicht? Läuft sein Stundenstart? Weiß er, was zu tun ist, wenn er hängt? Ist SEIN Blamage-Risiko gedeckelt?"
Phase 4 · Input B: Nudge Norms (Minute 22–32)
„Treiber 3, und jetzt wird es sozial: Nudge Norms. Woche 1, Modell 4: Menschen tun, was ihre Gruppe normal findet – Jugendliche in Hochpotenz. Die Frage ist nie OB Normen wirken, sondern WELCHE gerade sichtbar sind. Und hier kommt der Satz, der wehtut: *Jede Beschreibung von Fehlverhalten ist Werbung für Fehlverhalten. ‚Die Hälfte hat schon wieder die Hausaufgaben nicht!' – gedacht als Rüge, gehört als Marktforschung: Aha, die Hälfte. Ich bin also normal. Der Frust spricht solche Sätze von selbst – und jedes Mal plakatiert er die falsche Norm an die Wand. Ihr kennt das Gegenmittel seit Woche 7, Positive Framing – heute versteht ihr seine zweite, tiefere Funktion: Es ist nicht nur freundlicher, es ist Normen-Steuerung. ‚Über die Hälfte hat die Hausaufgaben dabei – von den anderen sehe ich sie morgen' beschreibt dieselbe Lage und plakatiert die Mehrheit, die liefert. Bedingung, ihr erinnert euch: Es muss WAHR sein. Positive Norm-Kommunikation ist Auswahl, nicht Erfindung.* Zweiter Hebel: Erwünschtes sichtbar machen. Die stille Wahrheit fast jeder Klasse ist: Die Mehrheit arbeitet – aber die Störung hat die Bühne. Anstrengung ist unsichtbar, ein Zwischenruf ist unüberhörbar. Also gebt der Anstrengung Bühne: Show Call – ihr habt es letzte Woche gelernt – ist eine Normen-Maschine: Jede gezeigte Arbeit sagt der Klasse ‚SO sieht normal bei uns aus'. Peer-Anerkennung mit Handwerk: nicht ‚Wer war heute brav?', sondern konkret – ‚Schaut auf Tisch drei: Die haben bei der schweren Aufgabe drei Anläufe genommen, ohne mich zu rufen.' Und das schlichteste Werkzeug: die arbeitende Mehrheit aussprechen – ‚Ich sehe zweiundzwanzig laufende Stifte' macht hörbar, was sonst lautlos bliebe. Dritter Hebel, über euer Zimmer hinaus: Konsistenz im Kollegium. Eine Norm, die nur in einem Raum gilt, ist eine Marotte; eine Norm, die in fünf Räumen gilt, ist Realität. Ihr könnt das nicht allein herstellen – aber ihr könnt es ANSTOSSEN: Sprecht mit den Kollegen eurer Klasse über EINE gemeinsame Formulierung, EINE gemeinsame Erwartung. Als Quereinsteiger habt ihr da übrigens einen unterschätzten Hebel: Ihr dürft fragen. ‚Wie macht ihr das mit den Hausaufgaben – können wir das gleich machen?' ist als Neuling eine Stärke, kein Eingeständnis."
Phase 5 · Name it (Minute 32–35)
Kosten-Frage (bei K-Engpass): „Welche meiner Routinen erreicht diesen Schüler noch nicht?" Normen-Regel: „Beschreibe nie das Fehlverhalten der Vielen – plakatiere die Mehrheit, die liefert (wenn wahr)." Sichtbarkeits-Trio: Show Call · konkrete Peer-Anerkennung · arbeitende Mehrheit aussprechen. Merksatz: „Die Norm ist, was die Bühne bekommt."
Phase 6 · Do it (Minute 35–52)
Runde 1 · Sprach-Audit (Min. 35–45)
Tandems, 10 Karten (Anhang 1.2): Negativ-Norm-Aussage laut lesen → die versteckte Werbebotschaft benennen („Was plakatiert dieser Satz?") → Positiv-Norm-Umbau laut sprechen. Tempo-Format ab Karte 5 (der Umbau soll schneller werden als der Frust-Reflex). Qualitätsbremse: „Wahrheits-Check – und kein Zucker: ‚Toll, dass wenigstens ein paar…' ist Ironie-Gift, Woche 7 gilt."
Runde 2 · Sichtbarkeits-Plan (Min. 45–52)
Einzelarbeit (Vorlage Anhang 1.3): Für die eigene schwierigste Klasse planen:
- Welche erwünschte Norm ist real vorhanden, aber unsichtbar?
- Welche Bühne bekommt sie diese Woche – Show Call? Peer-Anerkennung (konkret an wen, wofür)? Mehrheits-Ansagen (bei welcher Gelegenheit)?
- Der Konsistenz-Anstoß: EIN Kollege, EINE gemeinsame Formulierung – wen spreche ich wann an?
Tandem-Check: Ist (a) wirklich WAHR und beobachtbar?
Phase 7 · Action Step & Exit (Minute 52–60)
Standard: „Ich ersetze eine Woche lang JEDE Negativ-Norm-Aussage durch eine wahre Positiv-Norm-Aussage – Strichliste auf dem Pult (ertappt/umgebaut). Zusätzlich setze ich zwei Punkte meines Sichtbarkeits-Plans um."
Alternativen:
- Bühnen-Woche: jeden Tag EINE konkrete Peer-Anerkennung für Anstrengung (nicht Leistung!).
- Konsistenz-Pilot: das Gespräch mit dem einen Kollegen führen und die gemeinsame Formulierung vereinbaren.
Ausblick: „Nächste Woche Treiber 4 – der stillste und vielleicht wichtigste: Zugehörigkeit. Warum Schüler sich für Räume anstrengen, in denen sie gesehen werden – und was die Minute zwischen eurem Betreten des Raums und dem Begrüßungsritual damit zu tun hat. Bringt eure Sitzpläne mit." (Vorab-Auftrag auf die Exit-Karte: Sitzplan der schwierigsten Klasse!)
Exit-Karte: Standard + Sitzplan-Erinnerung.
4. Coaching-Woche 28 (Handreichung)
- Hospitationsfokus – das Normen-Protokoll: 15 Minuten lang jede Norm-Kommunikation wörtlich mitschreiben und kategorisieren: Negativ-Norm / Positiv-Norm / neutral. Zusätzlich: Wer bekam die Bühne (Störung oder Anstrengung)? Strichliste.
- Auswertungsgespräch: Protokoll vorlegen, TN kategorisiert selbst; die zwei stärksten Negativ-Norm-Sätze live umbauen (laut, zweimal). Sichtbarkeits-Plan-Check: Ist Punkt (a) beobachtet worden?
- Verzahnung: Beim W27-Fall nachfassen: Falls K-Engpass diagnostiziert war – die Kosten-Frage stellen („Welche Routine erreicht ihn nicht?") und eine Routinen-Reparatur als Maßnahme ergänzen.
- Red Flag: TN produziert unwahre Positiv-Normen („Fast alle sind pünktlich" bei notorischer Zuspätkomm-Klasse) → stoppen: Unwahre Normen-Kommunikation fliegt in Tagen auf und kostet Glaubwürdigkeit; dann lieber die kleinste wahre Mehrheit finden („Reihe eins sitzt seit acht Uhr arbeitsbereit") oder das Verhalten erst per Routine aufbauen (W2/W3), DANN plakatieren.
Anhang 1: Übungsmaterial
1.1 Handout A: Die EVK-Landkarte des Playbooks
Tabelle: Block-1/4-Werkzeug | Welche Kosten senkt es? — Begrüßungsroutine → Orientierungskosten Start · Vierercheck/schriftliche Aufgabe → Entzifferungs-/Merkkosten · Signal + 100 % → Unsicherheit „gilt das?" · Fehlerkultur + Lach-Verbot → Blamage-Risiko (Hauptwährung!) · Emotional Constancy → Angstkosten · Do Now → Einstiegshürde („Ich weiß sofort, was zu tun ist") · No Opt Out (warm) → Kosten des Aufgerufen-Werdens sinken paradoxerweise: Erfolg ist garantiert · Checkpoints → Verwirrungskosten. Fußzeile: „Der Nenner schrumpft seit September."
1.2 Sprach-Audit-Kartenset (10 Karten; versteckte Werbung → Muster-Umbau kursiv)
- „Die Hälfte hat schon wieder keine Hausaufgaben!" (Werbung: Nicht-Abgabe ist normal) → „Über die Hälfte hat sie dabei – von den anderen sehe ich sie morgen. Ich halte nach, ihr kennt mich."
- „Immer dieses Reingerufe bei euch!" (Reinrufen ist Klassenidentität) → „Die meisten warten, bis ihr Name fällt – so machen wir das hier."
- „Keiner hört mehr zu, wenn Mitschüler präsentieren." → „Ich sehe viele Blicke nach vorn – ich will alle. Lea hat es verdient."
- „In dieser Klasse kommt ja grundsätzlich jeder zu spät." → „Zweiundzwanzig von euch sitzen um acht arbeitsbereit – das ist unser Standard."
- „Ihr seid die unruhigste 8. die ich je hatte." (Identitäts-Plakat!) → streichen; stattdessen konkret + positiv: „Der Start heute hat 40 Sekunden gedauert – das könnt ihr, das will ich jede Stunde sehen."
- „Wieder haben nur drei Leute den Text gelesen." → „Wer den Text gelesen hat, ist jetzt klar im Vorteil – und morgen prüfe ich mit dem Starter nach. Fair angekündigt." (+ Systemfix: Leseauftrag mit Retrieval koppeln!)
- „Das Niveau der Abgaben wird immer schlechter." → Show Call der besten Abgabe: „SO sieht der Standard aus – was macht diese Arbeit stark?"
- „Bei Gruppenarbeit arbeitet doch eh nur einer pro Tisch." → „Tisch drei hat die Rollen sauber verteilt – jeder hat ein Ergebnis im Heft. Genau so."
- „Handys sind das Krebsgeschwür dieser Klasse." → „Die Regel gilt, und fast alle halten sie – wer nicht, kennt die Konsequenz. Ohne Drama."
- „Niemand meldet sich mehr freiwillig." → „Ich habe heute vier mutige Erstantworten gehört – Fehler inklusive, so lernen wir hier."
1.3 Handout B: Sichtbarkeits-Plan (Vorlage)
Vorlage:
- Wahre, unsichtbare Norm in meiner Klasse: … (beobachtbar? ☐)
- Bühne diese Woche: Show Call am … von … | Peer-Anerkennung: wer, wofür (Anstrengung!): … | Mehrheits-Ansage bei Gelegenheit: …
- Konsistenz-Anstoß: Kollege/in: … | gemeinsame Formulierung: … | Gespräch am: …
Anhang 2: Quiz-Material
Teil 1: Retrieval-Starter (Min. 2–8, Whiteboards)
- Die EVK-Formel + die Multiplikator-Pointe? (E × W ÷ K; E=0 → alles null)
- Die teuerste Kosten-Währung? (Blamage-Risiko)
- Talent- vs. Vorgehens-Attribution – je ein Beispiel? 4. Die Belohnungssystem-Regel? (sparsam, temporär, Ausstieg geplant, parallel echter Erfolg)
- (Anwendung) Dein Fall zeigt hohe Kosten trotz guter Routinen – welche Kostenart prüfst du zuerst? (Blamage-Risiko: Fehlerkultur bei IHM angekommen? Wird er ausgelacht?)
Teil 2: Modul-Quiz Woche 28 (für SPA/Folgewoche)
F1. „Die Hälfte hat schon wieder keine Hausaufgaben!" bewirkt vor allem… a) sozialen Druck auf die Säumigen ✗ (die Absicht) b) Normalisierung: Nicht-Abgabe wird als üblich plakatiert ✓ c) nichts ✗ d) Respekt vor der Ehrlichkeit der Lehrkraft ✗
F2. Routinen wirken motivational, weil sie… a) Disziplin erzwingen ✗ (die Law-and-Order-Lesart) b) die Kosten senken: Orientierung, Entzifferung, Blamage-Risiko ✓ c) Zeit sparen ✗ (teilrichtig – nicht der EVK-Kern) d) den Wert des Unterrichts erhöhen ✗ (falscher Formel-Faktor!)
F3. Positiv-Norm-Kommunikation setzt voraus, dass… a) man notfalls etwas übertreibt – der Zweck heiligt ✗ (fliegt auf) b) die plakatierte Mehrheit WAHR und beobachtbar ist ✓ c) die Klasse jung genug ist ✗ d) man vorher straft ✗
F4. Warum ist Show Call eine „Normen-Maschine"? a) weil er Fehler bestraft ✗ b) jede gezeigte Arbeit definiert öffentlich, was „normal gut" hier heißt ✓ c) weil Technik beeindruckt ✗ d) ist er nicht – er ist reines Feedback ✗ (die halbe Wahrheit aus W25)
F5. „Ihr seid die unruhigste Klasse, die ich je hatte" ist besonders schädlich, weil… a) es unhöflich ist ✗ b) es eine IDENTITÄT plakatiert – Normen kleben an Identitäten fester als an Verhalten ✓ c) Eltern es erfahren könnten ✗ d) Vergleiche verboten sind ✗
F6 (Transfer, Freitext): Baue Karte 6 um („Wieder haben nur drei den Text gelesen") – Positiv-Norm-Satz PLUS der Systemfix, der das Problem an der Wurzel packt. (Muster: Norm-Satz siehe Karte; Systemfix: Leseaufträge mit angekündigtem Retrieval-Starter koppeln [W18/19] – Lesen bekommt sichtbare Konsequenz statt Appell.)
Anhang 3: Ableitung für die SPA „Modul 28"
- Hook (2 Min.): Das Rätsel aus Phase 2 digital: „Du hast das größte Motivationsprogramm des Jahres schon umgesetzt – was ist es?" (Freitext, dann die Playbook-Auflösung als Reveal).
- See it (4 Min.): Die EVK-Landkarte als interaktive Grafik: Block-1-Werkzeuge antippen → Kosten-Position leuchtet und der Formel-Nenner schrumpft sichtbar.
- Name it (3 Min.): Normen-Regel + Sichtbarkeits-Trio als Karten; „Was plakatiert dieser Satz?"-Vorschau mit 3 Beispielen.
- Do it – Sprach-Audit-Trainer (8 Min., Engine!): Die 10 Karten als Timer-Spiel (Umformulierungs-Engine, dritter Einsatz!); Zwei-Stufen-Aufgabe pro Karte: erst die Werbebotschaft benennen (Auswahl), dann Umbau (Freitext mit Heuristik: Mehrheits-Bezug vorhanden? Giftwörter? Wahrheits-Selbstcheck-Prompt); Karte 5 lehrt den Sonderfall „Identitäts-Plakat → streichen statt umbauen".
- Sichtbarkeits-Planer: die Vorlage digital mit Wochen-Erinnerungen; Show-Call-Verzahnung (Modul-25-Dreischritt wird eingeblendet).
- Konsistenz-Baustein: Gesprächsleitfaden-Karte für den Kollegen-Anstoß („Als Frage rahmen, nicht als Belehrung") – Vorgeschmack auf die Erwachsenen-Gespräche in Modul 31.
- Quiz (Teil 2) + 30 % Altfragen; F1/F2/F5 sind Langzeit-Anker. Abschluss: Action-Step-Formular mit Doppel-Strichliste (ertappt/umgebaut) + Sichtbarkeits-Plan-Checkboxen.