Skript Woche 24: „Turn and Talk & Everybody Writes – Denk-Ratio maximieren"
60-Minuten-Sitzung · Block 4 · Fortbildung Quereinsteiger Sek I/II
1. Überblick
| Leitfrage | Wie bringe ich in einer Frage-Phase 100 % zum Denken statt 3 %? |
| Kernquellen | Lemov T43 (Turn and Talk), T38 (Everybody Writes); Ratio-Konzept (W22) |
| Funktion im Jahr | Skaliert die Einzeltechniken (W22/23) auf die ganze Klasse: Die Standard-Choreografie Write → Talk → Ernte wird das Diskussions-Grundformat des restlichen Jahres (und der Fortbildung selbst – ab jetzt Sitzungsformat!). Die Ernte per „Was hat dein Partner gesagt?" verzahnt Cold Call mit Zuhör-Verbindlichkeit. Everybody Writes liefert das Material für Show Call (W25). Die enge Zeitführung nutzt das komplette W3/W4-Handwerk (Signale, Kanten, Timer). |
| Lernziele | Die TN können: 1. beide Ratio-Regler benennen und Formate danach auswählen, 2. ein Turn and Talk eng führen (feste Partner, präziser Prompt, 30–90 Sek., Start-/Endsignal, verbindliche Ernte), 3. Schreiben als Denkzeit vor Diskussionen einsetzen, 4. die vier häufigsten Format-Bugs erkennen und beheben. |
| Sitzungstyp | Selbsterleben + Choreografie-Drill mit Stoppuhr – die Sitzung praktiziert durchgehend, was sie lehrt. |
2. Vorbereitung
Raum: Vierergruppen; feste „Übungspartner"-Zuordnung sichtbar (modelliert „feste Partner"!). Material:
- Retrieval-Quiz liegt aus
- Handout A: Standard-Choreografie + Prompt-Prüfkarte (Anhang 1.1)
- Bug-Karten: 4 verunglückte Turn-and-Talk-Szenen (Anhang 1.2)
- Stoppuhren; Choreografie-Drill-Bogen (Anhang 1.3)
3. Ablauf im Detail (60 Minuten)
Phase 0 · Ankommen (Minute 0–2) — Standard.
Phase 1 · Retrieval-Starter (Minute 2–8) — 5 Fragen (Anhang 2, Teil 1), Whiteboards.
Phase 2 · See it: Das Selbsterleben (Minute 8–17)
Die Moderation stellt der Gruppe zweimal eine echte, diskussionswürdige Frage – erst A, dann B, bewusst nacheinander:
Variante A (klassisch): „Sollten Retrieval-Quizze irgendwann doch benotet werden – was meint ihr? Wer möchte?" [Melde-Dynamik abwarten: zäh, 1–2 übliche Stimmen, Rest schaut.]
Variante B (choreografiert): „Neue Frage, neues Verfahren. – Sollte man Schülern die Programm-Bücher direkt in die Hand geben? Notiert 90 Sekunden still eure Position mit EINEM Grund – Stift läuft … [Timer] … Stopp. Jetzt 45 Sekunden: Vergleicht mit eurem Übungspartner – wer hat den stärkeren Grund? … [Endsignal] … Danke. Karla – was hat DEIN PARTNER gesagt?" [2–3 Ernte-Cold-Calls, davon mindestens einer als Partnerfrage.]
Auswertung: „Ihr habt es gespürt – jetzt seziert es: Was war in B strukturell anders?" [Sammeln: alle haben geschrieben = alle haben gedacht; die 45 Sekunden waren dicht, weil kurz; die Partnerfrage zwang zum ZUHÖREN; niemand konnte ‚nichts haben'.] „Merkt euch besonders den letzten Punkt: In Variante A ist Zuhören optional. In Variante B ist es Überlebensstrategie – wer nicht zuhört, steht bei ‚Was hat dein Partner gesagt?' im Regen. Ein einziger Fragetyp verwandelt Partnergespräche von Plauderei in Arbeit."
Phase 3 · Input (Minute 17–28)
3a · Die beiden Regler & Everybody Writes (Min. 17–21)
„Woche 22, die zwei Regler: Wie VIELE denken (Participation Ratio) und wie TIEF (Think Ratio). Cold Call hebt den ersten Regler – aber immer noch antwortet einer nach dem anderen. Die heutigen Formate heben beide gleichzeitig. Baustein eins: Everybody Writes – vor jeder Diskussionsfrage schreiben ALLE, zwei bis vier Minuten. Vier Effekte auf einen Schlag: Jeder denkt (Schreiben ist nicht delegierbar); die Denkzeit ist demokratisch (auch die Langsamen kommen an – Wait Time für alle, verlängert); die Beiträge danach sind besser (formuliert schlägt improvisiert); und ihr habt schriftliches Material in der Hand – wofür, seht ihr nächste Woche. Nebeneffekt für die Stillen: Wer vom Blatt ablesen darf, meldet sich eher – das Geschriebene ist ein Sicherheitsnetz."
3b · Turn and Talk: die sechs Stellschrauben (Min. 21–26)
„Baustein zwei: Turn and Talk – das Partnergespräch. Es hat einen miserablen Ruf (‚dann quatschen die doch nur'), und der Ruf ist verdient – für die SCHLAFFE Version. Die enge Version hat sechs Stellschrauben:
- *Feste Partner. Zugeteilt, für Wochen – die Partnersuche kostet sonst jedes Mal 30 Sekunden und produziert Soziodrama.*
- *Präziser Prompt – die Frage besteht die Prüfkarte: diskutierbar (keine Ja/Nein-Sackgasse), präzise (ein Fokus), in 60 Sekunden substanziell beantwortbar.*
- *Knappe Zeit: 30 bis 90 Sekunden. Ja, so kurz. Lemovs Bild: Beende das Gespräch auf dem Wellenkamm – ‚crest of the wave' – solange es dicht ist. Zwei Minuten Partnergespräch sind fast immer 60 Sekunden Arbeit plus 60 Sekunden Wochenende.*
- *Klares Startsignal – ‚Mit dem Partner – los'.*
- *Klares Endsignal: euer Aufmerksamkeitssignal aus Woche 4, exakt dafür gebaut.*
- *Verbindliche Ernte: Nach dem Gespräch wird per Cold Call geerntet, und die Königsfrage kennt ihr jetzt: ‚Was hat dein Partner gesagt?' – sie macht Zuhören zur Pflicht und adelt nebenbei den Partner.*
Und die Lehrkraft WÄHREND der 60 Sekunden? Nicht ans Pult – kreisen und lauschen: Ihr hört in einer Minute fünf Gespräche an und wisst, welche Ernte sich lohnt (‚Ich habe bei Tisch drei etwas Spannendes gehört – Aylin?'). Das ist euer Circulate aus Woche 13, auf Ohren umgestellt."
3c · Die vier Bugs (Min. 26–28)
„Die vier Bugs, an denen das Format stirbt: zu lang (Abschweifen ist keine Charakterfrage, sondern eine Zeitfrage) · unpräziser Prompt (‚Redet mal über den Text' erntet Wochenendpläne) · keine Ernte (ohne Ernte lernt die Klasse in zwei Wochen: Das Gespräch ist folgenlos – Beliebigkeit) · Lehrkraft am Pult (die Minute ist Datenzeit, keine Verschnaufpause)."
Phase 4 · Name it (Minute 28–32)
Standard-Choreografie (Handout A): Write (1–3 Min.) → Talk (30–90 Sek.) → Ernte (2–3 Cold Calls, davon 1 Partnerfrage). Davor: Prompt-Prüfkarte (diskutierbar? präzise? in 60 Sek. substanziell?). Merksätze: „Auf dem Wellenkamm beenden." / „Ohne Ernte keine Ernsthaftigkeit."
Fingerzeichen: 4 Prompts vorlesen → besteht die Prüfkarte? (z. B. „Tauscht euch über das Gedicht aus" ✗ / „Einigt euch auf DAS eine Wort, das die Stimmung kippen lässt – mit Zeilenbeleg" ✓.)
Phase 5 · Do it (Minute 32–52)
Runde 1 · Bug-Diagnose (Min. 32–38)
Tandems ziehen 2 Bug-Karten (Anhang 1.2): Bug benennen + Reparatur in einem Satz. Blitz-Vergleich im Plenum (je Karte 30 Sek.).
Runde 2 · Prompt-Werkstatt (Min. 38–44)
Einzelarbeit: 2 eigene Diskussionsanlässe der kommenden Woche in präzise Prompts fassen; Tandem-Prüfkarte. Standard-Intervention der Moderation: „Kann man deine Frage mit ‚ja' erledigen? Dann baue eine Entscheidung ein: einigt euch / wählt / ordnet."
Runde 3 · Choreografie-Drill (Min. 44–52)
Vierergruppen: Jeder dirigiert die VOLLE Sequenz mit den anderen als Klasse (eigener Prompt aus Runde 2!): Write-Ansage mit Zeit → Timer → Endsignal → Talk-Ansage mit Zeit → kreisen & lauschen → Endsignal → Ernte mit Partnerfrage. Stoppuhr-Wächter protokolliert die realen Zeiten (Drill-Bogen). Feedback-Fokus: Signalschärfe (W4-Kanten!) + Ernte-Verbindlichkeit; die schwächste Stelle wird 30 Sekunden nachgespielt.
Phase 6 · Action Step (Minute 52–58)
Standard: „Vor jeder Diskussionsfrage dieser Woche: erst 2 Minuten Everybody Writes, dann 60 Sekunden Turn and Talk mit festen Partnern, dann Ernte mit mindestens einer Partnerfrage. Feste Partner teile ich am Montag zu – mit Begründung (W2-Handwerk)."
Alternativen:
- Ernte-Fokus: eine Woche lang JEDES Partnergespräch (auch spontane) mit „Was hat dein Partner gesagt?" ernten.
- Wellenkamm-Disziplin: alle Talk-Phasen hart auf 60 Sekunden – Beobachtung: Wann kippt Dichte in Rest-Zeit?
Ausblick: „Ihr sammelt jetzt Denk-Material von allen – schriftlich. Nächste Woche machen wir es SICHTBAR: Mini-Whiteboards als Röntgengerät, Checkpoints in Arbeitsphasen, und die stärkste Feedback-Form, die ich kenne: Schülerarbeiten gemeinsam an der Wand – Show Call. Eure Everybody-Writes-Zettel sind dafür das Rohmaterial."
Phase 7 · Exit-Karte (Minute 58–60) — Standard.
4. Coaching-Woche 24 (Handreichung)
- Hospitationsfokus – die Ratio-Schätzung: In einer 10-Minuten-Frage-/Diskussionssequenz zählen: Wie viele SuS haben nachweislich produziert (geschrieben/gesprochen/geantwortet)? Zusätzlich: Talk-Phasen stoppen (reale Länge!) und Ernte protokollieren (fand sie statt? Partnerfrage?).
- Auswertungsgespräch: Die Ratio-Zahl nennen („In den 10 Minuten haben nachweislich 9 von 27 produziert") – sie ist der stärkste Veränderungshebel dieser Woche. Dann eine Sequenz der Folgewoche gemeinsam choreografieren (Write/Talk/Ernte mit Zeiten).
- Verzahnung: Feste-Partner-Zuteilung besprechen (Kriterien: Arbeitsfähigkeit vor Freundschaft; 2–3 heikle Kombinationen vorab lösen).
- Red Flag: Talk-Phasen real bei 4–5 Minuten („die waren so schön im Gespräch") → Wellenkamm-Prinzip klären: Die Dichte der ersten Minute ist der Maßstab, nicht die Gesprächsfreude der fünften; Dichte-Verlust live im nächsten Video zeigen.
Anhang 1: Übungsmaterial
1.1 Handout A: Choreografie + Prompt-Prüfkarte
Sequenz: Write 1–3 Min. (Ansage: Aufgabe + Zeit + „Stift läuft") → Endsignal → Talk 30–90 Sek. (Ansage: Auftrag + Zeit + „los") → kreisen & lauschen → Endsignal (W4!) → Ernte: 2–3 Cold Calls, davon ≥ 1 „Was hat dein Partner gesagt?". Prompt-Prüfkarte: ☐ diskutierbar (Entscheidung/Abwägung eingebaut: einigt euch / wählt / ordnet / begründet) ☐ präzise (EIN Fokus) ☐ in 60 Sek. substanziell beantwortbar. Bug-Liste: zu lang · unpräzise · keine Ernte · Lehrkraft am Pult.
1.2 Bug-Karten (4 Szenen; Bug + Muster-Reparatur für Moderation/SPA)
B1: „Tauscht euch mal fünf Minuten über die Französische Revolution aus." (Bugs: unpräzise + zu lang → „Einigt euch in 60 Sekunden: Welche EINE Ursache wiegt am schwersten? Ein Beleg.") B2: Perfekter Prompt, 45 Sekunden, Endsignal – dann: „Gut, weiter im Text, Seite 12." (Bug: keine Ernte → 2 Cold Calls + Partnerfrage nachrüsten.) B3: Talk läuft; Lehrkraft sortiert am Pult Arbeitsblätter für die nächste Phase. (Bug: Pult statt kreisen → lauschen + gezielte Ernte-Auswahl.) B4: „Sucht euch einen Partner und besprecht Aufgabe 3." – 40 Sekunden Stühlerücken, zwei Grüppchen zu dritt, einer allein. (Bug: keine festen Partner → Zuteilung als Routine, Woche-3-Handwerk.)
1.3 Choreografie-Drill-Bogen (Stoppuhr-Wächter)
Zeilen: Write angesagt mit Zeit? ☐ / reale Write-Zeit: __ / Endsignal sauber? ☐ / Talk-Ansage mit Auftrag+Zeit? ☐ / reale Talk-Zeit: __ (Ziel 30–90!) / gekreist & gelauscht? ☐ / Ernte: __ Cold Calls, Partnerfrage? ☐ — Fußzeile: „Ein Impuls, dann 30-Sek.-Wiederholung der schwächsten Stelle."
Anhang 2: Quiz-Material
Teil 1: Retrieval-Starter (Min. 2–8, Whiteboards)
- Die 4 No-Opt-Out-Varianten? (Hinweis / Peer + Rückkehr / Teilantwort ausbauen / Verweigerung: ruhig + Angebot + W.I.N.)
- Die Right-is-Right-Reflexfrage? („Würde die Antwort im Test volle Punkte bekommen?" – Maßstab: Exemplar)
- PR × TR – wofür stehen die Regler (W22)? (wie viele denken × wie tief)
- Wait Time: Sekunden + Rahmung? (3–5 Sek.; produktiv rahmen: „einige notieren – gut")
- (Anwendung) Ein Schüler antwortet inhaltlich richtig, aber in Umgangssprache – deine Reaktion nach Format Matters? (würdigen + „jetzt in Fachsprache" – kurz, freundlich)
Teil 2: Modul-Quiz Woche 24 (für SPA/Folgewoche)
F1. Die ideale Länge eines Turn and Talk: a) 5–10 Minuten, damit echte Tiefe entsteht ✗ (DIE Intuition) b) 30–90 Sekunden – auf dem Wellenkamm beenden ✓ c) bis alle Paare fertig sind ✗ d) je länger, desto besser ✗
F2. „Was hat dein Partner gesagt?" bewirkt… a) Verwirrung – man soll die eigene Meinung sagen ✗ b) Zuhör-Verbindlichkeit im Partnergespräch ✓ c) Prüfungsangst ✗ d) nichts Besonderes ✗
F3. Vor der Diskussion schreiben alle 2 Minuten. Der wichtigste Effekt: a) Ruhe im Raum ✗ (Nebeneffekt) b) Jeder denkt – Schreiben ist nicht delegierbar, Denkzeit wird demokratisch ✓ c) Handschrift-Training ✗ d) Material für die Notengebung ✗
F4. Während der Talk-Phase gehört die Lehrkraft… a) ans Pult – kurz durchatmen und Nächstes vorbereiten ✗ (Alltagsrealität) b) in den Raum: kreisen, lauschen, Ernte auswählen ✓ c) aus dem Raum – Vertrauen zeigen ✗ d) zu einem festen Paar ✗
F5. Zwei Wochen ohne Ernte nach Partnergesprächen. Die Klasse lernt: a) nichts – Ernte ist optional ✗ b) das Gespräch ist folgenlos → Beliebigkeit zieht ein ✓ c) Selbstständigkeit ✗ (klingt reformpädagogisch) d) Zuhören ✗
F6 (Transfer, Freitext): Baue aus „Redet mal über die Grafik zur Schere zwischen Arm und Reich" eine volle Choreografie: Write-Prompt (wörtlich), Talk-Auftrag mit Zeit (wörtlich), Ernte-Plan. (Muster: Write 2 Min.: „Notiere die überraschendste Zahl der Grafik + einen Satz, warum sie dich überrascht." → Talk 60 Sek.: „Einigt euch auf DIE eine Zahl, die in die Zeitung müsste." → Ernte: 2 Cold Calls, davon „Welche Zahl hat dein Partner gewählt – und warum?")
Anhang 3: Ableitung für die SPA „Modul 24"
- Hook (2 Min.): Variante A vs. B als Split-Screen-Animation mit Denk-Anzeige (Köpfe leuchten auf, wenn sie produzieren) – die Ratio wird sichtbar.
- See it (4 Min.): Die Choreografie als Zeitleisten-Grafik; die sechs Stellschrauben als antippbare Stationen mit Audio-Beispielen.
- Name it (3 Min.): Prüfkarte + Bug-Liste als Karten; Prompt-Swipe (8 Prompts → besteht/besteht nicht + welcher Verstoß).
- Do it – Sequenz-Bauer (8 Min., Engine!): Drag-&-Drop-Choreografie auf Zeitleiste (Write/Talk/Ernte-Blöcke mit Zeitreglern; App warnt bei Talk > 90 Sek. und fehlender Ernte); eigener Prompt wird per Prüfkarten-Heuristik gecheckt (Ja/Nein-Detektor, Entscheidungs-Verben-Suche: einigt/wählt/ordnet); Bug-Karten B1–B4 als Diagnose-Level vorab.
- Zeitgefühl-Training: „Wie lang sind 60 Sekunden?"-Spiel (Button halten, ohne Uhr) – kalibriert das Wellenkamm-Gefühl; Wiederverwendung des Modul-22-Timers.
- Feste-Partner-Planer: Sitzplan-Tool (aus Modul 13/22 wiederverwendet) mit Partner-Zuteilungs-Ansicht + Einführungs-Skriptfeld (W2-Bauplan).
- Quiz (Teil 2) + 30 % Altfragen; F1/F5 sind Langzeit-Anker. Abschluss: Action-Step-Formular mit Sequenz-Log (Write/Talk/Ernte-Häkchen pro Stunde) – füttert die Ratio-Selbstbeobachtung.