Skript Woche 3: „Die Begrüßungsroutine & der starke Stundenstart"
60-Minuten-Sitzung · Block 1 · Fortbildung Quereinsteiger Sek I/II
1. Überblick
| Leitfrage | Wie gewinne ich die ersten fünf Minuten jeder Stunde – jedes Mal? |
| Kernquellen | Lovell/Dowley, Routine 1 (Entry Routine – adaptiert); Lemov T20 (Do Now), T51 (Do It Again), „Strong Start" (adaptiert); Kontext: schulisches Ritual Aufstehen–Begrüßung–Setzen |
| Funktion im Jahr | Erste vollständige Routine des Playbooks. Etabliert das dreispaltige Skript-Format (Standard für ~10 weitere Module) und das Rollenspiel mit Störkarten. Das Do Now wird hier organisatorisch eingeführt und in W14/W18 didaktisch aufgeladen. |
| Lernziele | Die TN können: 1. den Stundenauftakt an unserer Schule als 7-Schritt-Routine skripten (Wortlaut + Position + Material), 2. die Qualitätsbedingung „100 % vor dem Gruß" begründen und durchhalten, 3. ein Do Now organisatorisch korrekt anschließen, 4. einen Routine-Ausrutscher mit Do It Again neutral zurücksetzen. |
| Sitzungstyp | Volles Technik-Training mit Rollenspiel-Karussell – die intensivste Übungssitzung bisher. |
Schulkontext (prägt alles): Kein Türschwellen-Ritual wie bei Lemov – die Lehrkraft betritt den Raum, die Klasse ist in der Regel schon da. Unser Ritual: Alle stehen auf → Begrüßung → Setzen. Die Sitzung behandelt dieses Ritual nicht als Folklore, sondern als präzises Werkzeug.
2. Vorbereitung
Raum: Freie Spielfläche mit 6–8 Stühlen als „Klasse" (Rollenspiel-Karussell!); Tische für Skript-Arbeit am Rand; Tür/Raumecke als „Auftrittspunkt" markieren.
Material (Checkliste):
- Retrieval-Quiz liegt aus
- Handout A: Dreispaltige Skript-Vorlage MIT ausgefülltem Musterbeispiel (Anhang 1.1) – das Muster ist entscheidend: Exemplar Planning für uns selbst
- Störkarten-Set A, 4 Karten (Anhang 1.2), verdeckt
- Handout B: Do-Now-Kriterien + Fachbeispiele (Anhang 1.3)
- Sichtbarer Timer (wird im Rollenspiel real benutzt)
- Playbook-Mappen (falls in W2 noch nicht ausgeteilt)
3. Ablauf im Detail (60 Minuten)
Phase 0 · Ankommen (Minute 0–2) — Standard.
Phase 1 · Retrieval-Starter (Minute 2–8)
5 Fragen (Anhang 2, Teil 1), Standardablauf.
Phase 2 · Brücke & Rätsel (Minute 8–12)
Moderationstext: „Kurzer Erfahrungsbericht zur Erwartungs-Einführung: Wer hat's gemacht – und was ist passiert? Zwei Stimmen." [2 Min., würdigen, offene Fragen ins Coaching verweisen] „Und jetzt eine Rechnung. Angenommen, euer Stundenstart kostet im Schnitt vier unproduktive Minuten – Ankommen, Kramen, Ermahnen, bis alle im Stoff sind. Vier Minuten, bei sagen wir 14 Stunden pro Woche, 38 Schulwochen: über 35 Zeitstunden im Jahr. Fast eine ganze Arbeitswoche – verloren an das Vorspiel. Heute holen wir sie zurück. Und zwar nicht mit einem Trick, sondern mit dem Ritual, das ihr längst habt: Aufstehen, Begrüßung, Setzen. Es ist da. Die Frage ist nur, ob es ARBEITET."
Phase 3 · Input (Minute 12–28)
3a · See it: Die Doppel-Demo (Min. 12–18) — das Herzstück
Die Moderation spielt beide Varianten selbst, mit 6 TN als Klasse (vorher instruiert: Variante A = trödeln, halb aufstehen, weitertuscheln; Variante B = normal mitspielen):
Variante A (schwach): Moderation kommt herein, redet schon im Gehen („Ja, guten Morgen, setzt euch, wir haben heute viel vor…"), sortiert Unterlagen am Pult, die Hälfte steht halb, Getuschel läuft weiter, irgendwann beginnt der Unterricht – niemand könnte sagen, wann eigentlich.
Variante B (stark): Moderation kommt herein, geht wortlos zum festen Punkt (Mitte vorn), stellt sich ruhig hin, Blick durch den Raum. Wartet. Auch als zwei noch tuscheln: wartet freundlich weiter, 8 Sekunden, Blick zu den beiden. Stille. Alle stehen. Dann warm: „Guten Morgen, 9b." – Antwort abwarten – „Setzt euch – ihr wisst, was zu tun ist: Starter an der Tafel, vier Minuten, still." Timer startet sichtbar mit dem Setz-Signal. Moderation bleibt vorn stehen und scannt (geht demonstrativ NICHT ans Pult).
Auswertung (Plenum, 3 Min.): „Was genau war anders? Sammelt – ich will Handlungen hören, keine Eindrücke." [Sammlung deckt die 7 Schritte fast vollständig auf – die Gruppe ‚entdeckt' die Zerlegung selbst.]
3b · Warum das Warten alles entscheidet (Min. 18–23)
„Der wichtigste Moment der ganzen Sequenz ist der unbequemste: die Sekunden, in denen ich schweigend gewartet habe. Wer in die Unruhe hineingrüßt, unterschreibt zweimal täglich denselben Vertrag: ‚Halbherzig reicht hier.' Das ist Modell 4 – ihr unterrichtet eine Norm, ob ihr wollt oder nicht. Die Wartezeit dagegen sagt ohne ein Wort: Wir beginnen gemeinsam, vollständig, oder gar nicht. Das ist euer erster 100%-Moment der Stunde – Wochen bevor wir ‚100 %' offiziell behandeln. Und die Funktion des Rituals insgesamt? Es ist eine ZÄSUR. Pausengehirne sind überall – beim Streit von eben, beim Handy, beim Pausenbrot. Das gemeinsame Aufstehen ist ein körperliches Signal an 28 Gehirne: Jetzt beginnt etwas anderes. Lemov lässt seine Lehrkräfte dafür an der Türschwelle stehen – wir haben unser eigenes Ritual, und richtig ausgeführt leistet es exakt dasselbe: Zäsur, warmer Kontakt, gemeinsamer Start."
3c · Do Now: die Kette schließen (Min. 23–28)
„Nach dem Setzen ist der zweite kritische Moment: Was passiert in Sekunde eins danach? Wenn die Antwort ‚nichts Bestimmtes' ist, füllt die Klasse die Lücke – verlässlich. Deshalb koppeln wir an das Setz-Signal ein Do Now: eine Aufgabe, die schon an der Tafel steht, BEVOR ihr grüßt. Drei Kriterien: ohne Erklärung lösbar (sonst entsteht sofort eine Frage-Traube), schriftlich (sichtbar, wer arbeitet), drei bis fünf Minuten kurz. Inhaltlich ideal ist Wiederholung – warum, versteht ihr in Block 3 in voller Tiefe; heute reicht: Es funktioniert immer, es braucht keine Einführung, und es startet das Denken. Und wenn die Routine mal ausfranst – Montagmorgen, nach Ferien, sechste Stunde? Dann gibt es ein Werkzeug namens Do It Again: ruhig, ohne Vorwurf: ‚Das können wir flüssiger. Noch einmal.' Es ist kein Strafexerzieren – es ist die Botschaft: Der Standard gilt, und ich traue euch zu, ihn zu erfüllen. Der Ton macht den Unterschied zwischen Reset und Demütigung."
Phase 4 · Name it (Minute 28–33)
Die 7 Teilschritte an der Tafel fixieren (aus der Demo-Auswertung zusammenführen):
- Vorbereitung: Starter/Do Now steht an der Tafel, BEVOR gegrüßt wird (ggf. vor der Stunde/in der Pause anschreiben oder Folie).
- Fester Punkt: wortloser Gang zur eigenen Position, ruhig stehen.
- Warten auf 100 %: alle stehen, es ist still – schweigend, freundlich, notfalls länger. (Der Qualitätsschritt!)
- Warmer Gruß: mit Blick durch den ganzen Raum, Antwort abwarten.
- Setz-Signal + Starter-Satz: immer derselbe Wortlaut („Setzt euch – ihr wisst, was zu tun ist: …").
- Timer startet mit dem Setz-Signal, sichtbar.
- Scannen: Lehrkraft bleibt präsent, Blick kreist – NICHT sofort an Pult/Rechner.
Merksatz: „Erst alle, dann der Gruß. Erst der Satz, dann der Timer. Erst der Scan, dann alles andere."
Phase 5 · Do it: Rollenspiel-Karussell (Minute 33–52)
Setup: Vierergruppen an der Spielfläche (bei 8 TN: zwei Flächen). Rollen: 1 Lehrkraft, 2–3 Klasse, 1 Regie/Beobachter mit Checkliste (= die 7 Schritte).
Runde 1 (Min. 33–41): Jeder spielt die komplette Sequenz einmal, Klasse kooperativ. Beobachter checkt die 7 Schritte ab; Feedback nach Standardregel (Wirksames zuerst, EIN Impuls); die schwächste Stelle wird sofort 30 Sekunden nachgespielt.
Runde 2 (Min. 41–49): Regie zieht verdeckt EINE Störkarte (Anhang 1.2). Die Lehrkraft weiß nicht, welche. Fokus-Feedback: Wurde Schritt 3 durchgehalten (Warten statt Hineingrüßen)? Blieb der Ton warm? Kam ggf. Do It Again neutral?
Runde 3 – Skript-Reinschrift (Min. 49–52): Jeder überträgt SEINE Routine in die dreispaltige Vorlage (Anhang 1.1) → erste offizielle Playbook-Seite. Moderation: „Dieses Blatt ist ab Montag euer Spickzettel. Legt es die erste Woche wirklich aufs Pult – Profis arbeiten mit Checklisten, Piloten seit hundert Jahren."
Phase 6 · Action Step (Minute 52–58)
Standard: „Ich führe ab Montag in Klasse X das Do Now ein: Aufgabe steht an der Tafel, bevor ich grüße; ich warte auf 100 % Stehen und Stille; mein Setz-Signal + Starter-Satz sind jedes Mal wörtlich gleich; der Timer startet mit dem Setzen. Ich messe täglich: Sekunden vom Setz-Signal bis ~90 % arbeiten."
Alternativen:
- Nur Schritt 3 fokussieren (für TN, deren Ritual „durchgewunken" wird): eine Woche konsequent auf 100 % warten, Erlebnisse notieren;
- Do It Again einführen: beim ersten ausgefransten Start der Woche neutral zurücksetzen und die Reaktion der Klasse festhalten.
Ausblick: „Nächste Woche: Was tun, wenn ihr MITTEN in der Stunde die Aufmerksamkeit zurückbraucht – und wie ihr Anweisungen gebt, die beim ersten Mal ankommen. Bringt eure Stoppuhr-Werte mit!"
Phase 7 · Exit-Karte (Minute 58–60) — Standard.
4. Coaching-Woche 3 (Handreichung)
- Hospitationsfokus: ausschließlich die ersten 10 Minuten (danach darf der Coach gehen – das Signal „ich komme nur für deinen Action Step" stärkt die Fokus-Logik).
- Messwerkzeuge: Stoppuhr (Setz-Signal → 90 % arbeiten); Protokoll: Wurde auf 100 % gewartet? Wortlaut des Starter-Satzes konstant? Timer sichtbar? Scan oder Pult?
- Auswertungsgespräch: Zahlen zeigen (Tagesverlauf!) – fast immer sinkt die Zeit über die Woche: der motivierendste Datenpunkt des Frühjahrs. Danach: nächster Feinschliff als Action Step (häufig: Schritt 7, weil viele nach dem Setz-Signal sofort zum Pult gehen).
- Red Flag: Klassen, die das Aufstehen aktiv verweigern/karikieren → das ist kein Routine-, sondern ein Normen-/Beziehungsthema: W.I.N.-Vorgriff im 1:1, ggf. Erwartungs-Neustart (W2) mit Klassengespräch; nicht allein am Ritual herumdoktern.
Anhang 1: Übungsmaterial
1.1 Handout A: Dreispaltige Skript-Vorlage (mit Musterbeispiel)
| Tool / Schritt | Wortlaut (kursiv = wörtlich sprechen) | Aktion & Hinweise |
|---|---|---|
| 1 Vorbereitung | — | Do Now an Tafel/Folie VOR dem Gruß; Timer bereit |
| 2 Fester Punkt | — | wortlos zur Position Mitte vorn; Unterlagen bleiben zu |
| 3 Warten 100 % | — | ruhiger Blick durch den Raum; bei Restunruhe: freundlich weiterwarten, Blick zu den Betreffenden; KEIN Gruß in Unruhe |
| 4 Gruß | „Guten Morgen, 9b." | Blick kreist; Antwort abwarten |
| 5 Setz-Signal + Starter-Satz | „Setzt euch – ihr wisst, was zu tun ist: Starter an der Tafel, vier Minuten, still." | identischer Wortlaut jede Stunde |
| 6 Timer | — | startet exakt mit dem Setz-Signal, für alle sichtbar |
| 7 Scan | — | vorn bleiben, Blick kreist 30–60 Sek.; erst dann Orga |
| (Reset) | „Das können wir flüssiger. Noch einmal." | Do It Again: neutraler Ton, kein Vorwurf, sofort neu |
(Leerversion auf der Rückseite zum Selbst-Ausfüllen.)
1.2 Störkarten-Set A (Regieanweisungen für die „Klasse")
- A1 „Die Sitzenbleiber": Zwei SuS bleiben beim Aufstehen demonstrativ-lässig sitzen, stehen erst bei direktem Blick auf. (Lernziel Lehrkraft: warten + Blick statt Ansprache; keine Diskussion vor dem Gruß.)
- A2 „Das Kichern": Beim Aufstehen kichern zwei SuS anhaltend miteinander. (Lernziel: freundlich weiterwarten; ggf. nach dem Setzen leise Einzelansprache – nicht die ganze Klasse abstrafen.)
- A3 „Das Nachplätschern": Nach dem Setzen tuscheln drei SuS weiter statt zu starten. (Lernziel: Starter-Satz nicht wiederholen/zerreden; Blick + Nähe; notfalls Do It Again für den Startmoment.)
- A4 „Die Sofort-Frage": Direkt nach dem Setz-Signal platzt eine laute inhaltliche Frage herein. (Lernziel: freundlich parken: „Gute Frage – nach dem Starter." Routine schützen.)
1.3 Handout B: Do-Now-Kriterien + Fachbeispiele
Kriterien: ohne Erklärung lösbar · schriftlich · 3–5 Min. · idealerweise Wiederholung · steht VOR dem Gruß.
Beispiele: Mathe: „Löse: 3(x–2)=15. Notiere jeden Schritt." · Deutsch: „Nenne die drei Merkmale der Kurzgeschichte von letzter Woche – je ein Beispiel aus ‚…'" · Englisch: „Write 3 sentences about your weekend using the past perfect." · Geschichte: „Ordne: Kriegsende – Währungsreform – Grundgesetz. Begründe in einem Satz." · Naturwissenschaften: „Skizziere den Versuchsaufbau von Dienstag und beschrifte drei Teile." · Oberstufe (alle Fächer): „Formuliere die Kernthese des letzten Textes in maximal 20 Wörtern."
Anhang 2: Quiz-Material
Teil 1: Retrieval-Starter (Min. 2–8)
- Nenne die 5 Kriterien einer tragfähigen Erwartung. (beobachtbar, messbar, positiv, begründet, geprüft)
- Warum ist voreiliges Absenken einer Erwartung teurer als konsequentes Einfordern? (Norm senkt sich mit; Nachschärfen wird als Ungerechtigkeit erlebt)
- Was ist Behavioural CFU – ein Beispiel? (Verständnis der Erwartung prüfen: „Was passiert nach dem Setzen, Jonas?")
- Welches mentale Modell begründet, dass Routinen Denken freisetzen? (Modell 2 – via Modell 1: WM-Entlastung)
- (Anwendung) Formuliere „Seid leise beim Reinkommen" spezifisch um. (z. B.: „Nach dem Setzen arbeitet ihr ohne Gespräch am Starter; Fragen per Handzeichen.")
Teil 2: Modul-Quiz Woche 3 (für SPA/Folgewoche)
F1. Die Klasse steht beim Ritual unruhig und halb. Beste Reaktion: a) trotzdem grüßen – Zeit ist knapp ✗ (DER Kernfehler) b) schweigend, freundlich warten; ggf. ruhig neu ansetzen ✓ c) das Ritual abschaffen, es wirkt kindisch ✗ (Sek-II-Mythos) d) die Unruhigen vor dem Gruß ermahnen ✗ (startet die Stunde mit Korrektur)
F2. Ein gutes Do Now… a) führt ins neue Thema ein und braucht eine kurze Erklärung ✗ (plausibel – erzeugt aber die Frage-Traube) b) ist ohne Hilfe lösbar, schriftlich, wiederholt Bekanntes ✓ c) beschäftigt die Schnellen, bis alle da sind ✗ d) wird eingesammelt und benotet ✗
F3. Der Starter-Satz sollte… a) täglich variieren, sonst wird es langweilig ✗ (Abwechslungs-Reflex) b) wörtlich identisch bleiben – Konstanz macht ihn zum Signal ✓ c) möglichst ausführlich sein ✗ d) schriftlich ersetzt werden ✗ (teilrichtig: Aufgabe steht schriftlich – das SIGNAL bleibt mündlich)
F4. „Do It Again" ist… a) eine Kollektivstrafe ✗ b) ein neutraler Reset: Standard einüben, Zutrauen zeigen ✓ c) Zeitverschwendung ✗ (Amortisations-Blindheit) d) nur in Klasse 5–7 einsetzbar ✗
F5. Direkt nach dem Setz-Signal gehst du zum Rechner, um den Beamer zu starten. Problem? a) keins – Technik muss laufen ✗ b) Schritt 7 fehlt: Ohne Scan lernt die Klasse, dass der Start unbeobachtet ist ✓ c) Beamer gehört verboten ✗ d) nur ein Problem in Sek I ✗
F6 (Transfer, Freitext): Deine 8. Klasse braucht am Montag nach den Ferien 3 Minuten, bis alle stehen und still sind. Beschreibe dein Vorgehen in dieser Stunde UND deinen Plan für Dienstag. (Muster: Montag ruhig durchhalten, ggf. Do It Again + kurzer Erwartungs-Neustart mit Begründung; Dienstag: identischer Ablauf, auf Konstanz setzen; NICHT: Ritual aufgeben oder Strafandrohung.)
Anhang 3: Ableitung für die SPA „Modul 3"
- Hook (2 Min.): Der Zeitrechner: Nutzer gibt eigene Wochenstunden + geschätzte „Anlaufminuten" ein → App rechnet Jahresverlust hoch („Deine verlorene Arbeitswoche").
- See it (6 Min.): Video-Kontrastpaar Variante A/B (alternativ Audio + Illustration); danach Tipp-Aufgabe: „Markiere die 3 Unterschiede" (aus 6 Optionen).
- Name it (4 Min.): Die 7 Schritte als sortierbare Karten (Reihenfolge herstellen); Schritt 3 wird bei Erfolg hervorgehoben: „Der Qualitätsschritt".
- Do it – Skript-Editor (7 Min., Engine-Wiederverwendung!): Dreispaltige Vorlage digital ausfüllen (Muster einblendbar); Pflichtfelder: Gruß-Wortlaut, Starter-Satz; Playbook-Export.
- Szenario-Simulator (4 Min.): Die 4 Störkarten als verzweigte Entscheidungen („Zwei bleiben sitzen – was tust du?" → 3 Optionen → Konsequenz-Feedback mit Norm-Erklärung).
- Do-Now-Baukasten: Fach wählen → Beispielaufgaben (Anhang 1.3 als Startdatensatz) → eigene formulieren → Kriterien-Check (erklärt sich selbst? schriftlich? 3–5 Min.?).
- Quiz (Teil 2) + 30 % Altfragen (Module 1–2). Abschluss: Action-Step-Formular mit täglichem Stoppuhr-Eingabefeld (Wochen-Verlaufskurve als Motivations-Feature!).