Drehbücher Block 6 (Wochen 32–36): Planung, Arbeitsökonomie & nachhaltige Entwicklung
(Konventionen wie gehabt. Block-Dramaturgie: Vom trainierten Repertoire zur tragfähigen Berufspraxis. Woche 36 ist ein 90–120-min-Kolloquium mit eigenem Format. In W35 wird das Programmdesign selbst offengelegt – die Meta-Ebene ist der Inhalt.)
Woche 32: Lean Lesson Planning – die schlanke Planungsroutine (Drehbuch)
Material: Lean-Wizard-Blatt (Fragenfolge als Formular: Wohin? → Woran erkenne ich es? → Wie kommen sie hin? → Was muss zurückkommen?); Stoppuhren; das Stundenarchitektur-Template aus W14 (TN bringen mit); 2 Kontrast-Pläne (90-Min.-Prosaverlaufsplan vs. Lean-Einseiter derselben Stunde).
Retrieval-Starter: 1. Gesprächs-Vierschritt Elterngespräch? 2. Die 5 Motivations-Treiber? 3. Backwards-Design-Reihenfolge (W10)? 4. Exit-Ticket-Gütecheck (W14)? 5. (Anwendung) Ein Kollege plant 2 Stunden für eine 45-Min.-Stunde und ist erschöpft – welche zwei Fragen stellst du ihm?
Input (Min. 8–26):
- Einstieg mit der Zeit-Wahrheit: „Rechnen wir kurz: reduziertes Deputat, sagen wir 16 Stunden. Bei 60 Minuten Planung pro Stunde sind das 16 Zeitstunden Planung – pro Woche, neben allem anderen. Das ist der Weg in den Dezember-Kollaps. Die Lösung ist nicht schlechter planen. Die Lösung ist: das Richtige planen."
- Lean-Mindset (McCrea LLP): Maximaler Lerneffekt pro Planungsminute; Wirkung vor Aufwand; „Perfektion ist Verschwendung, wenn 80 % denselben Lerneffekt bringen – die gesparte Stunde gehört eurer Erholung, und erholt unterrichtet ihr besser. Das ist keine Bequemlichkeit, das ist Professionalität."
- See it – Kontrast-Pläne: Beide Pläne nebeneinander; Plenum: Welcher Plan hat die besseren ANTWORTEN (nicht: mehr Text)? Der Einseiter beantwortet: Meilensteine, Exemplar, CFU-Punkte, Wiederholungsanker – der Prosaplan beschreibt Aktivitäten.
- Das Framework als ERZWUNGENE Reihenfolge: (1) Wohin? (Meilensteine – W10) → (2) Woran erkenne ich Ankunft? (Exit Ticket/CFU – Block 4) → (3) Wie kommen sie hin? (Aktivitäten ZULETZT – I/We/You) → (4) Was muss zurückkommen? (Spacing-Anker – W19). „Wer bei Schritt 3 anfängt, begeht die Aktivitäts-Todsünde aus Woche 10 – nur schneller."
- Efficient Activities: kleines, exzellent beherrschtes Repertoire schlägt Methodenfeuerwerk; Wiederverwendung ist Professionalität (Formate: Do Now, Whiteboard-Blitz, Write-Talk-Ernte, Fading-Sets – alles schon im Playbook!).
Name it (Min. 26–31): Lean-Regeln: Reihenfolge nie brechen / Einseiter genügt / Aktivitäten aus dem Repertoire zuerst / Zeitbudget setzen (Timer beim Planen!) / „gut genug" ist ein Qualitätsurteil, kein Makel.
Do it (Min. 31–52): Planungs-Wettmessen: Jeder plant eine reale Stunde der nächsten Woche mit dem Lean-Wizard – Timer läuft, Ziel ≤ 20 Min. (die meisten schaffen 15–25); danach Tandem-Qualitätscheck mit dem Audit-Raster aus W9 (Beweis: schneller UND Rosenshine-konform). Kurze Blitzlicht-Runde: gestoppte Zeiten + Aha-Momente.
Action Step: siehe Curriculum (alle Stunden der Woche nur mit Lean-Framework, Zeiten stoppen). Alternative: Zeitbudget-Woche: hartes Planungslimit 20 Min./Stunde mit Timer.
Coaching-Fokus: Planungsgespräch: Wizard-Blatt gemeinsam durchgehen; wo bricht die Reihenfolge?
SPA-Quiz: F1: „Gewissenhafte Lehrkräfte erkennt man an langer Planungszeit." a) richtig ✗ (Fleiß-Ethos!) b) falsch – an der richtigen Reihenfolge und Wirkung pro Minute ✓ c) richtig im ersten Jahr ✗ d) Planung ist überflüssig bei Erfahrung ✗. — F2: „Du hast eine tolle Methoden-Idee gesehen. Lean-konform ist:" a) nächste Stunde drumherum bauen ✗ (Aktivitäts-Todsünde!) b) prüfen, ob sie einen anstehenden Meilenstein besser erreicht als dein Repertoire ✓ c) Methoden-Ideen ignorieren ✗ d) sie freitags einbauen ✗.
Woche 33: In Sequenzen denken – Einheiten, Doppelplanung, Differenzierung light (Drehbuch)
Material: Einheiten-Canvas A3 (rückwärts aufgebaut: Nachweis → Meilensteine → Stundenkette → Wiederholungsanker); Double-Plan-Vorlage (zweispaltig: Lehrkraft tut / SuS tun); TN bringen die NÄCHSTE anstehende Einheit mit (Thema + Termin der Arbeit).
Retrieval-Starter: 1. Lean-Reihenfolge (4 Schritte)? 2. Warum Aktivitäten zuletzt? 3. Wiederholungs-Landkarte (W19) – Prinzip? 4. Own and Track (W26)? 5. (Anwendung) Deine Lean-Zeiten der Woche: Wo hing es – und an welchem Schritt?
Input (Min. 8–24):
- Von der Stunde zur Einheit: „Lernen passiert nicht in Stunden – es passiert ÜBER Stunden. Die Stunde ist die Verwaltungseinheit, die Einheit ist die Lerneinheit." Inter-Lesson-Planning (McCrea LLP): jede Stundenplanung stellt zwei Zusatzfragen: Was muss aus früheren Stunden ZURÜCKKOMMEN (restorativ)? Was bereitet Künftiges vor?
- Einheit rückwärts: Klassenarbeit/Klausur ZUERST skizzieren (mindestens Aufgabenformate + Anspruchsniveau) → daraus Meilensteine der Einheit → Stunden verteilen → Spacing-Anker einziehen. „Wer die Arbeit zuerst skizziert, kann nicht mehr am Ziel vorbei unterrichten – und die SuS nicht mehr am Ziel vorbei üben lassen."
- Double Plan (Lemov T4): zweite Spalte für jede Phase: Was tun die SUS konkret (schreiben/lösen/diskutieren/zuhören-mit-Auftrag)? Deckt Passivitätslöcher gnadenlos auf (10 Min. „Lehrkraft erklärt, SuS: ???"). Schülermaterial (Packet) mitdenken.
- Differenzierung pragmatisch: EINE Kernaufgabe für alle + Rampe (Stretch-Aufgaben, W23-Fragenfächer!) + Gerüst (Beispiel/Ansatz aus der Fading-Treppe, W12) – statt drei Parallelwelten, die niemand pflegen kann.
Name it (Min. 24–29): Einheiten-Vierschritt: Nachweis skizzieren → Meilensteine → Stundenkette → Anker. Double-Plan-Prüffrage pro Phase: „Was PRODUZIERT ein Schüler hier?"
Do it (Min. 29–52): Einheiten-Werkstatt: eigene nächste Einheit auf dem Canvas rückwärts planen (16 Min.); Peer-Review im Tandem (6 Min.): Prüffragen: Misst die skizzierte Arbeit die Meilensteine? Wo sind die Anker? Gibt es eine Phase ohne Schülerprodukt?
Action Step: siehe Curriculum (Arbeit VOR der ersten Stunde der Einheit skizzieren). Alternative: Double-Plan-Spalte eine Woche in jede Stundenplanung.
Coaching-Fokus: Einmalig Planungsgespräch statt Hospitation: Einheiten-Canvas gemeinsam finalisieren.
SPA-Quiz: F1: „Die Klassenarbeit entwirfst du am besten…" a) in der Woche vor dem Termin ✗ (Schulalltag!) b) skizzenhaft VOR der ersten Stunde der Einheit ✓ c) aus dem Lehrerband ✗ d) nach Gefühl aus den Stunden ✗. — F2: „Differenzierung heißt vor allem…" a) drei verschiedene Arbeitsblätter je Niveau ✗ (Erschöpfungs-Klassiker) b) eine Kernaufgabe mit Rampe nach oben und Gerüst nach unten ✓ c) Schwache bekommen weniger Aufgaben ✗ d) jeder arbeitet, wo er will ✗.
Woche 34: Bewerten, Korrigieren, Feedback – wirksam UND ökonomisch (Drehbuch)
Material: Ein echter anonymisierter Klassensatz (Aufsätze/Klausurteil, ~20 Stück, vom Coach besorgt); WCF-Notizvorlage (3 Stärken / 3 Fehlermuster / je 1 Beispiel / Show-Call-Kandidaten); Triage-Entscheidungskarte; Erwartungshorizont-Gerüst; Zeitrechner-Folie.
Retrieval-Starter: 1. Einheiten-Vierschritt? 2. Double-Plan-Prüffrage? 3. Show-Call-Dreischritt (W25)? 4. Reteach-Regel >30 % (W26)? 5. (Anwendung) Deine Einheit läuft; die Whiteboard-Daten sagen: Meilenstein 2 wackelt bei der Hälfte – Konsequenz für die Arbeit in 2 Wochen?
Input (Min. 8–24):
- Die unbequeme Rechnung: „28 Aufsätze × 15 Minuten Randkommentare = 7 Stunden. Und dann? Blatt zurück, Blick auf die Note, Blatt in die Tasche. Die 7 Stunden sind verdunstet. Feedback wirkt erst, wenn SuS damit ARBEITEN – sonst ist es Selbstberuhigung mit rotem Stift."
- Whole-Class-Feedback: Stapel LESEN statt korrigieren (30–45 Min. statt 7 Std.): Muster notieren (3 Stärken, 3 Fehlermuster, Beispiele, 2 Show-Call-Kandidaten) → eine Feedbackstunde für alle: Muster zeigen (Show Call!), Kurz-Reteach am häufigsten Fehler, dann DIRT (Dedicated Improvement & Reflection Time): SuS überarbeiten die EIGENE Arbeit gezielt (Own-and-Track-Echo, W26).
- Korrektur-Triage: Nicht alles verdient dieselbe Tiefe – Selbstkontrolle (Lösung ausgeben), Peer-Check, Stichproben (jede Woche ein anderes Drittel gründlich), Vollkorrektur nur wo nötig (Nachweise). Entscheidung VOR dem Aufgabenstellen treffen: „Was ich nicht anschauen kann, sollte ich vielleicht nicht schriftlich einsammeln."
- Deutsche Spezifika (schulscharf prüfen!): Erwartungshorizont VOR der Arbeit (fällt euch jetzt leicht – ist das Exemplar aus W10 in amtlich); mündliche Noten: Kriterien + Datenbasis transparent (eure CFU-Daten und Heatmaps aus Block 4 sind die Rettung vor dem Bauchgefühl – und vor Beschwerden); Ankündigungs-/Gewichtungsregeln des Bundeslands beachten; Zeugnisformulierungen sachlich.
Name it (Min. 24–29): WCF-Fünfschritt: lesen → Muster notieren → Feedbackstunde → DIRT → Stichprobe der Überarbeitungen. Triage-Frage vor jeder Aufgabe: „Wer schaut sich das wie genau an?"
Do it (Min. 29–52): WCF-Simulation am echten Stapel (Kernstück, 16 Min.): Kleingruppen teilen den Klassensatz, füllen die WCF-Notizvorlage, skizzieren die Feedbackstunde (inkl. DIRT-Auftrag); Pitches (60 Sek.) + Vergleich. Erwartungshorizont (6 Min.): Gerüst für die in W33 skizzierte Arbeit beginnen (Fertigstellung als Hausaufgabe ins Coaching).
Action Step: siehe Curriculum (nächsten Klassensatz per WCF + DIRT-Phase). Alternative: Triage-System für alle eigenen Aufgabentypen schriftlich festlegen und eine Woche befolgen.
SPA-Quiz: F1: „Viel roter Rand zeigt…" a) gewissenhafte Lehrkraft ✗ (Eltern- und Selbstbild!) b) hohen Aufwand mit ungewisser Wirkung – Wirkung entsteht in der Überarbeitung ✓ c) strenge Bewertung ✗ d) gute Schule ✗. — F2: „Mündliche Noten machst du belastbar durch…" a) Gesamteindruck am Halbjahresende ✗ (Standard!) b) transparente Kriterien + laufende Datenbasis (CFU, Heatmap, Notizen) ✓ c) Mitarbeit = Meldehäufigkeit ✗ d) Verhandlung mit SuS ✗. — F3: „DIRT ist…" a) verlorene Unterrichtszeit ✗ b) der Moment, in dem Feedback zu Lernen wird ✓ c) nur für Deutsch geeignet ✗ d) freiwillige Hausaufgabe ✗.
Woche 35: Growth Teaching – die eigene Entwicklung selbst steuern (Drehbuch)
Material: TN bringen Video-Selbstanalyse Nr. 3 vor-annotiert mit (Auftrag ab W33 laufend!); Beobachtungsbogen-Sammlung aller Blöcke (als Wahlraster); Entwicklungsplan-Canvas (2 Stärken ausbauen / 2 Baustellen / Strukturen & Termine); Lesepfad-Handout; EEF-Mechanismen-Folie.
Retrieval-Starter: 1. WCF-Fünfschritt? 2. Triage-Frage? 3. Die 4 EEF-Bausteine ahnen viele schon – wer kann sie nennen? (Auflösung folgt im Input) 4. Deliberate Practice (Auftaktwoche!) – Kernidee? 5. (Anwendung) Ein neuer Quereinsteiger fragt dich nach DEM einen Tipp fürs erste Halbjahr – was sagst du und warum?
Input (Min. 8–24) – die Offenlegung:
- Die harte Wahrheit zuerst: „Ab Jahr drei macht Erfahrung allein Lehrkräfte im Schnitt nicht mehr besser – die Kurve wird flach. Nicht weil Menschen aufhören zu lernen, sondern weil Routine ohne gezielten Fokus, Feedback und Wiederholung nur Routine festigt. Besser wird, wer weiter DELIBERATE übt. Die gute Nachricht: Ihr wisst jetzt ein Jahr lang, wie das geht."
- Das Programmdesign offenlegen (EEF-Mechanismen-Folie): „Schaut auf euer Jahr: Retrieval-Starter = Wissen sichern. Meilensteinfeiern & Vorher/Nachher = Motivation. Skripten & Rollenspiel = Technik. Action Steps & Coaching = Verankerung. Das war kein Zufall, das war Bauplan – und ab jetzt seid ihr selbst der Architekt."
- Die vier Selbststeuerungs-Werkzeuge:
- Video-Selbstanalyse als Routine (2–3× pro Halbjahr, 10-Min.-Ausschnitt, EIN Fokus, passender Bogen aus der Jahres-Sammlung);
- eigener Action-Step-Zyklus (wöchentlich, schriftlich, klein – das Formular kennt ihr);
- Tandem-Strukturen (Peer-Hospitation fortführen: 2 Termine/Halbjahr reichen, wenn sie stattfinden – Kalender schlägt Vorsatz);
- gezielte Lektüre statt Fortbildungs-Zapping (Lesepfad: die 5 Programmbücher vertiefen; dann Willingham Why Don't Students Like School?, Wiliam Embedded Formative Assessment, Sherrington/Caviglioli Teaching WalkThrus, Lemov et al. Practice Perfect).
Name it (Min. 24–28): Selbst-Coaching-Minimum: 1 Fokus pro Monat, 1 Action Step pro Woche, 1 Video pro Quartal, 2 Peer-Besuche pro Halbjahr, 1 Buch pro Halbjahr.
Do it (Min. 28–52): Video-Tandems (14 Min.): Selbstanalyse Nr. 3 gegenseitig vorstellen (je 5 Min.: Ausschnitt-Highlights + eigene Annotation + Partner ergänzt EINEN Impuls); Vergleich mit Baseline-Erinnerung – „Merkt euch dieses Gefühl für nächste Woche." Entwicklungsplan (10 Min.): Canvas ausfüllen; Tandem-Verabredungen fürs nächste Schuljahr FEST terminieren (Handykalender, jetzt, wirklich).
Action Step (der letzte angeleitete): siehe Curriculum (2 Peer-Hospitationstermine mit Kalendereintrag). Zusatz: Kolloquiums-Vorbereitung: 2 Videoausschnitte (Baseline vs. aktuell) wählen + 3 Techniken benennen, an denen die Entwicklung sichtbar ist.
Coaching-Fokus: Letztes reguläres Gespräch: Entwicklungsplan gegenlesen; Kolloquiumsausschnitte gemeinsam sichten; Rollenwechsel ankündigen (vom Coach zum kollegialen Ansprechpartner).
SPA-Quiz: F1: „20 Jahre Berufserfahrung bedeuten…" a) automatisch 20 Jahre Verbesserung ✗ (Senioritäts-Glaube) b) ohne gezieltes Üben oft 3 Jahre Verbesserung + 17 Jahre Wiederholung ✓ c) nichts ✗ d) mehr als jede Fortbildung ✗. — F2: „Wirksame Selbst-Fortbildung erkennst du an…" a) vielen besuchten Veranstaltungen ✗ b) Fokus + Übung + Feedback + Verankerung im Alltag ✓ c) aktuellen Trend-Themen ✗ d) Zertifikaten ✗.
Woche 36: Abschluss-Kolloquium (Drehbuch, 90–120 min)
Charakter: Feierlich UND substanziell – der stärkste Evidenz- und Motivationsmoment des Jahres (EEF: Bestärkung nach Fortschritt). Schulleitung anwesend (Rahmen wie Auftaktwoche – Kreis schließt sich). Kein Standardraster; eigene Dramaturgie:
| Min. | Phase |
|---|---|
| 0–5 | Eröffnung Schulleitung: Würdigung + Einordnung (Programm als Schulentwicklung, nicht Einzelmaßnahme) |
| 5–10 | Moderation: Jahresrückblick in Zahlen (36 Action Steps, 5 Hospitationen, ~30 Coaching-Zyklen, 6 Blöcke) + Ablauf |
| 10–70 | Vorher/Nachher-Präsentationen: je TN 8–10 Min. (bei großen Gruppen: 2 Parallelräume mit je einem Coach) |
| 70–80 | Kompetenzmatrix final: Spinnennetz W0 vs. W18 vs. W36 austeilen (vorbereitet); 5 Min. stilles Betrachten, Tandem-Austausch |
| 80–95 | Programm-Feedback für die nächste Kohorte: strukturiert (Behalten/Ändern/Streichen je Format), schriftlich + Blitzlicht |
| 95–110 | Zertifikate & Ausblick: Übergabe einzeln mit je einem konkreten Würdigungssatz des Coaches (Precise Praise – bis zuletzt Modell!); Angebot Peer-Mentoren-Rolle für Kohorte 2 |
| 110–120 | Informeller Ausklang |
Format Vorher/Nachher-Präsentation (den TN seit W35 bekannt):
- Videoausschnitt 1 (Baseline, Woche 1, 60–90 Sek.) – TN kommentiert selbst: „Was seht ihr – und was sehe ICH heute darin?"
- Videoausschnitt 2 (aktuell, 60–90 Sek.)
- Drei Techniken benennen, an denen die Entwicklung festzumachen ist (mit Fachbegriffen – das Jahr hat eine gemeinsame Sprache geschaffen, hier zeigt sie sich)
- Eine ehrliche Baustelle + der Plan dafür (aus dem Entwicklungsplan W35)
- 2 Min. Resonanz der Gruppe: nur konkrete Stärken-Beobachtungen (Feedbackregeln gelten bis zuletzt)
Moderations-Schlusswort (Vorschlag):
„Vor 36 Wochen haben wir euch versprochen: Unterrichten ist ein Handwerk, und Handwerk ist lernbar. Ihr habt heute die Beweisvideos selbst mitgebracht. Zwei Dinge zum Mitnehmen: Erstens – die Kurve wird nur dann nicht flach, wenn ihr weiter bewusst übt; ihr habt den Werkzeugkasten dafür. Zweitens – ihr seid jetzt die, bei denen die nächsten Neuen hospitieren werden. Das ist keine Bürde. Das ist das größte Kompliment, das dieser Beruf vergibt."
Nachbereitung (Moderation/Coaches): Feedback auswerten → Curriculum-Revision für Kohorte 2; Peer-Mentoren-Zusagen dokumentieren; Portfolios archivieren (Datenschutz: Videos bei den TN belassen!).
SPA-Baustein (Abschlussmodul): Jahres-Dashboard (Quizverläufe, Action-Step-Log, Matrix-Spinnennetz W0/18/36); Portfolio-PDF-Export; Reflexionsleitfaden „Meine 3 Techniken"; Übergabe-Screen: Selbst-Coaching-Minimum aus W35 als Abo-Erinnerung (monatlicher Fokus-Reminder).