Drehbücher Block 5 (Wochen 27–31): Motivation & Beziehung
(Konventionen wie gehabt. Nach Osterferien beginnt W27 mit Reaktivierungs-Retrieval + kurzem Re-Establish-Check. Block-Dramaturgie: Die TN entdecken, dass sie den halben Motivations-Werkzeugkasten LÄNGST besitzen – Block 5 gibt die Theorie dazu und füllt die Lücken: harte Fälle, Eltern.)
Woche 27: Mechanik der Motivation & Treiber 1 „Erfolg sichern" (Drehbuch)
Material: Nora-&-Evie-Textkarten (McCreas Kontrastfall, gekürzt); EVK-Analysebogen (Erwartung/Wert/Kosten); Attributions-Formulierungskarten.
Retrieval-Starter (erweitert, Reaktivierung, 10 Min.): 8 Fragen quer, u. a. Entscheidungs-Dreisatz Reteach; Show-Call-Dreischritt; Cold-Call-Standard; 3-2-1-Muster; (Anwendung) „Nach Ostern ist die Whiteboard-Routine eingeschlafen – dein Plan?"
Input (Min. 10–28):
- Einstiegssatz: „‚Der ist halt unmotiviert' ist die bequemste Diagnose der Schule – und die nutzloseste. Motivation ist kein Charakterzug. Sie ist eine SITUATIONSBEWERTUNG, meist unbewusst: Lohnt sich hier meine Aufmerksamkeit? Und Situationen könnt ihr gestalten."
- Die Mechanik (McCrea MoT): Aufmerksamkeit wird investiert nach Erwartung (Schaffe ich das?) × Wert (Bringt mir das was – auch sozial?) ÷ Kosten (Was riskiere/verliere ich – Blamage, Anstrengung, Coolness?). Meist unbewusst; deshalb helfen Appelle („Streng dich an!") so wenig – man muss die Kalkulation ändern, nicht den Appell wiederholen.
- See it – Nora & Evie: Beide Texte vorlesen (lassen). Plenum sammelt: Welche Stellschrauben unterscheiden die Klassen? → landet fast vollständig auf den 5 Treibern → Ausblick auf den Block.
- Treiber 1 „Secure Success": Eine HISTORIE von echten Erfolgen aufbauen (80 %-Regel ist Motivationstechnik!); Erfolg richtig attribuieren helfen: auf Vorgehen/Übung zeigen („Das ist deine Methode aus letzter Woche"), nie auf Talent/Glück; Misserfolg vorentlasten („Aufgabe 5 ist gemein – wer da hängt, ist in guter Gesellschaft"). Scholarly Identity: Motivation folgt der Kompetenz oft von außen nach innen – „Guter Unterricht IST Motivationsarbeit. Ihr macht sie seit Woche 9."
- Belohnungssysteme (2 Min., ehrlich): kurzfristig wirksam, langfristig riskant (Verdrängung); sparsam, temporär, ausschleichen.
Name it (Min. 28–33): EVK-Diagnosefragen: „Glaubt er, dass er es schaffen kann?" / „Hat es für sie Wert – auch vor den anderen?" / „Was KOSTET ihn Mitmachen?" — Secure-Success-Trio: Erfolgsquote / Attribution / Vorentlastung.
Do it (Min. 33–52): EVK-Fallarbeit (12 Min.): Jeder wählt EINEN realen „unmotivierten" Schüler, füllt den Analysebogen, plant eine Intervention am schwächsten Glied (meist: Erwartung oder Kosten!); Tandem-Beratung. Attributions-Sprint (7 Min.): 6 Situationen („Schülerin schreibt erstmals eine 3+") – Attributionssatz formulieren, Talent-/Glücks-Formulierungen aussieben.
Action Step: siehe Curriculum (2 garantierte Erfolgserlebnisse + explizite Anstrengungs-Attribution für Schüler Y). Alternative: Vorentlastungs-Sätze vor jeder schweren Aufgabe, eine Woche.
SPA-Quiz: F1: „‚Erst muss der Schüler motiviert sein, dann kann er lernen.'" a) richtig ✗ (Alltagstheorie Nr. 1) b) meist umgekehrt: Erfolgserleben erzeugt Motivation ✓ c) gilt nur in Sek I ✗ d) Motivation ist angeboren ✗. — F2: „‚Du bist einfach ein Mathe-Talent!' ist…" a) das beste Lob ✗ b) riskante Attribution – Vorgehen/Übung loben ✓ c) für starke SuS richtig ✗ d) egal ✗. — F3: „Sticker/Punkte-Systeme…" a) sind DER Motivationshebel ✗ b) wirken kurzfristig, können intrinsische Motivation verdrängen – sparsam & temporär ✓ c) sind verboten ✗ d) wirken gar nicht ✗.
Woche 28: Treiber 2 & 3 – Routinen entlasten, Normen lenken (Drehbuch)
Material: Sprach-Audit-Karten (10 typische Lehrersätze mit versteckten Negativ-Normen); Sichtbarkeits-Planungsblatt; das Block-1-Playbook der TN (mitbringen!).
Retrieval-Starter: 1. EVK-Formel? 2. Secure-Success-Trio? 3. Warum wirken Appelle nicht? 4. Positive-Framing-Formel (W7!)? 5. (Anwendung) EVK-Analyse in 3 Sätzen: Schüler meldet sich nie, obwohl er es kann.
Input (Min. 8–24):
- Treiber 2 „Run Routines" – die große Rückblende: „Holt euer Block-1-Playbook raus. Alles darin – Begrüßungsroutine, Signale, Übergänge – hat den PROZESS des Lernens billig gemacht. In McCreas Sprache: Ihr habt die KOSTEN gesenkt. Routinen sind Motivationstechnik. Wer das für Drill hielt, darf das Vorurteil jetzt beerdigen: Der Drill-Vorwurf verwechselt billige Prozesse mit billigen Inhalten. Wir wollen: Prozesse billig, Inhalte anspruchsvoll."
- Treiber 3 „Nudge Norms": Menschen tun, was die Gruppe (scheinbar) tut. Drei Hebel:
- Erwünschtes SICHTBAR machen („Über die Hälfte hat die Zusatzaufgabe versucht" – nur wenn wahr!);
- Peer-Anerkennung verstärken (Show Call ist Normen-Maschine!);
- die klassische Selbstsabotage stoppen: „‚NIE macht ihr Hausaufgaben!' ist aus Normen-Sicht ein Werbespot fürs Nichtstun – ihr habt gerade amtlich verkündet, dass Nichtstun hier die Norm ist."
- Kollegiums-Dimension (2 Min.): Normen wirken schulweit; jede abgestimmte Kollegin multipliziert (Anschlussfähigkeit ans Schulkonzept).
Name it (Min. 24–29): Normen-Sprachregel: Beschreibe IMMER die Mehrheit, die das Richtige tut (wenn wahr) – nie die Minderheit, die stört, als „alle". Sichtbarkeits-Trio: zeigen / zählen / würdigen.
Do it (Min. 29–52): Sprach-Audit (12 Min.): 10 Karten in Tandems: versteckte Negativ-Norm finden → drehen → LAUT sprechen (Ton!); danach 3 eigene Klassiker-Sätze aus dem eigenen Mund identifizieren (ehrliche Selbstauskunft) und drehen. Sichtbarkeits-Plan (8 Min.): für die eigene zäheste Klasse 3 konkrete Wege planen, erwünschtes Verhalten sichtbar zu machen (z. B. Show Call-Rhythmus, Zusatzaufgaben-Zähler, „So sah Aufgabe 3 bei vielen aus"-Folie).
Action Step: siehe Curriculum (Negativ-Norm-Aussagen ersetzen, Strichliste). Alternative: Sichtbarkeits-Plan umsetzen und Wirkung notieren.
SPA-Quiz: F1: „‚Immer schwätzt ihr rein!' bewirkt…" a) Einsicht ✗ b) Norm-Bestätigung: Reinrufen ist hier normal ✓ c) Abschreckung ✗ (Intuition!) d) nichts ✗. — F2: „Routinen und Motivation:" a) Routinen töten Eigenmotivation ✗ (Reformpädagogik-Distraktor) b) Routinen senken Prozesskosten und ermöglichen anspruchsvolle Inhalte ✓ c) Routinen wirken nur bei Kleinen ✗ d) kein Zusammenhang ✗.
Woche 29: Treiber 4 – Zugehörigkeit & Gesehen-Werden (Drehbuch)
Material: Sitzplan-Kopien aller eigenen Klassen (TN bringen mit!); Mikromoment-Ideenkarten (20 Stück); Marker.
Retrieval-Starter: 1. Normen-Sprachregel? 2. Sichtbarkeits-Trio? 3. Die bisherigen 3 Treiber? 4. Warm/Strict in einem Satz (W7)? 5. (Anwendung) Formuliere die Norm-Botschaft für „nur 8 von 26 hatten die HA" OHNE Negativ-Norm (Achtung: nicht lügen! → z. B. Erwartungs-Neustart statt Mehrheitsbehauptung).
Input (Min. 8–24):
- Treiber 4 „Build Belonging": Normen wirken nur auf die, die sich zugehörig fühlen – Außenseiter sind aus dem Motivationssystem der Klasse faktisch ausgeloggt. Drei Hebel: Status ALLER signalisieren (jede Stimme zählt – „euer Cold Call und eure Heatmap aus Woche 22 sind Zugehörigkeits-Werkzeuge, ihr wusstet es nur noch nicht"), gemeinsame Identität/Ziele stiften, Vertrauen verdienen und HALTEN (Zusagen einhalten – die unterschätzteste Lehrertechnik).
- Feeling known (Lemov): Mikromomente summieren sich – Namen nutzen; die Minute zwischen Betreten des Raums und Begrüßungsritual + der erste Rundgang sind unsere Kontaktfenster (2–3 SuS persönlich ansprechen); Details erinnern („Wie war das Turnier?"); Arbeit wahrnehmen („Deutlich besser als Dienstag" – wirkt doppelt: gesehen + Fortschritts-Attribution).
- Realitäts-Check Sek II: „Bei 180 Schülern könnt ihr nicht jeden täglich sehen. Müsst ihr nicht. Ihr müsst verhindern, dass DIESELBEN immer unsichtbar sind – und das ist planbar."
- Deutsche Gefäße: Klassenleitungsstunde, Klassenrat – als Belonging-Infrastruktur nutzen, nicht als Orga-Restezeit.
Name it (Min. 24–29): Unsichtbarkeits-Test: „Zu wem hatte ich diese Woche NULL persönlichen Kontakt?" Mikromoment-Minimum: Name + ein Inhalt (nicht nur „Na?").
Do it (Min. 29–52): Unsichtbarkeits-Inventur (12 Min., still & ehrlich): Auf jedem Sitzplan markieren: grün = regelmäßiger persönlicher Kontakt, gelb = gelegentlich, rot = faktisch unsichtbar. Muster ansehen (hinten links? die Stillen? die Mittelmäßigen?). Interventionsplan (8 Min.): pro Klasse 3 rote SuS + je 1 konkreter Mikromoment-Plan (Ideenkarten als Steinbruch); Tandem-Austausch.
Action Step: siehe Curriculum (3 unsichtbarste SuS pro Klasse, 1 echter Mikro-Kontakt täglich). Alternative: Zusagen-Disziplin: eine Woche lang jede gemachte Zusage notieren und abhaken.
Coaching-Fokus: Beziehungs-Heatmap (Teil 2): Zu wem sichtbar warmer Draht, wo Funkstille? Abgleich mit der Selbst-Inventur (blinde Flecken!).
SPA-Quiz: F1: „Beziehungsarbeit passiert vor allem…" a) bei Ausflügen und Spielstunden ✗ (Event-Mythos) b) in täglichen Mikromomenten im Fachunterricht ✓ c) im Einzelgespräch bei Problemen ✗ d) über Lockerheit bei Regeln ✗ (Frau-K.-Distraktor aus W1!). — F2: „Der stille, unauffällige Durchschnittsschüler…" a) braucht am wenigsten Aufmerksamkeit ✗ (genau er wird unsichtbar!) b) ist das typischste Opfer der Unsichtbarkeit – gezielt einplanen ✓ c) will nicht gesehen werden ✗ d) ist Sache der Eltern ✗.
Woche 30: Treiber 5 „Buy-in" & schwierige Einzelfälle (Drehbuch)
Material: 2 Eskalations-Szenariokarten mit Regieanweisungen („SuS verweigert Umsetzen laut", „SuS beleidigt Mitschüler wiederholt"); Umsetzen-Skriptvorlage (Lovell R10); Protokoll-Übungsblatt (Fakt vs. Wertung); Unterstützungs-Landkarte-Blanko (schulspezifisch!).
Retrieval-Starter: 1. Unsichtbarkeits-Test? 2. Alle 5 Treiber (der fünfte wird heute geliefert – 4 nennen)? 3. W.I.N.-Struktur (W8)? 4. Interventionsleiter Stufen 4–6 (W6)? 5. (Anwendung) Dein Mikromoment-Plan ist im Alltag untergegangen – welches Programm-Prinzip hilft? (klein + konkret + Selbstmonitoring).
Input (Min. 8–24):
- Treiber 5 „Boost Buy-in": Nutzen transparent machen („Wir üben gemischt, WEIL die Klausur euch auch nicht sagt, welches Verfahren dran ist" – W19-Skript!), echte Opt-in-Momente (Wahl zwischen sinnvollen Optionen: Reihenfolge, Übungsformat – nicht: ob geübt wird), Metamotivation (SuS verstehen ihr eigenes Motivationssystem – Anschluss an W20-Metakognition).
- Wenn Technik nicht reicht – der Ernstfall-Baukasten: Moving a Student (Lovell R10): vorbereitet, ruhig, gesichtswahrend („Jonas, nimm bitte deine Sachen und setz dich nach vorn rechts. Danke." – dann WEITERUNTERRICHTEN, Diskussion später privat); Eskalationskette der Schule kennen und einhalten (Stufen, Auszeit-Regelung) – Konsequenz heißt VORHERSAGBARKEIT, nicht Härte; nach JEDER Eskalation: Beziehung reparieren (W.I.N., nächster Tag, kurz).
- System Level Support (Lovell R18): „Der gefährlichste Satz eures ersten Jahres ist: ‚Das muss ich allein schaffen.' Falsch. Hilfe holen ist Handwerk: Klassenleitung, Beratungslehrkraft, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, Klassenkonferenz. Eintrittskarte ist eure Dokumentation." Protokoll-Handwerk: Datum, beobachtbares Verhalten, wörtliche Zitate, eigene Reaktion, Folge – KEINE Diagnosen/Wertungen („war aggressiv" → „warf den Stuhl um und schrie: …").
- Genauer Blick (1 Min.): Hinter chronischen Fällen stecken oft ungesicherte Treiber 1+4 (kann nicht + gehört nicht dazu) – EVK-Analyse VOR der Eskalationslogik.
Name it (Min. 24–29): Buy-in-Trio: Begründen / Wahl geben / Metamotivation. Ernstfall-Regel: ruhig ansagen → weiterunterrichten → privat nacharbeiten → dokumentieren → ab Wiederholung: System einschalten.
Do it (Min. 29–52): Eskalations-Rollenspiele (14 Min.): beide Szenarien in Vierergruppen mit Stopp-Punkten (Beobachter darf „Freeze" rufen: „Welche Stufe bist du? Was ist dein nächster Satz?"); Fokus: Ruhe halten, Skript nutzen, weiterunterrichten. Protokoll-Drill (6 Min.): Vorfallbeschreibung voller Wertungen in Fakten-Protokoll umschreiben.
Action Step: siehe Curriculum (Eskalationsstufe für den härtesten Fall skripten + Unterstützungsgespräch vereinbaren). Alternative: Buy-in-Woche: jede größere Methodenentscheidung einmal begründen.
Vorbereitung Gruppenhospitation 5 (Peer, freier Fokus, 3 Min.): Gastgeber wählen + Fokus benennen lassen.
SPA-Quiz: F1: „Ein Schüler weigert sich laut, den Platz zu wechseln. Du…" a) diskutierst sofort vor der Klasse ✗ b) bleibst ruhig, wiederholst 1× die Ansage, unterrichtest weiter, klärst privat + dokumentierst ✓ c) schickst ihn sofort raus ✗ d) gibst nach, um Eskalation zu vermeiden ✗ (Erschöpfungs-Distraktor). — F2: „‚Max war heute wieder total aggressiv' taugt als Protokoll…" a) ja, ist ja wahr ✗ b) nein – Wertung statt beobachtbarem Verhalten mit Zitat ✓ c) ja, wenn Zeugen da waren ✗ d) Protokolle sind übertrieben ✗. — F3: „Die Schulsozialarbeit einschalten bedeutet:" a) Eingeständnis pädagogischen Versagens ✗ (DER Quereinsteiger-Glaubenssatz) b) professionelles Nutzen des Systems ✓ c) Abschieben von Verantwortung ✗ d) letzter Schritt vor der Kündigung ✗.
Woche 31: Elternarbeit & Gesprächsführung + Konsolidierung Block 5 (Drehbuch)
Material: 3 Eltern-Rollenkarten (besorgt-überengagiert / fordernd-vorwurfsvoll / schwer erreichbar, erscheint erstmals im Konflikt); Gesprächsleitfaden-Karte; Positiv-Kontakt-Vorlagen (Mail/Telefonnotiz); 5-Treiber-Posterblanko; Block-5-Quiz (15 Fragen kumulativ).
Retrieval-Starter → Block-5-Quiz (Min. 2–10) mit Selbstkorrektur.
Input (Min. 10–24):
- Grundsatz: „Der erste Kontakt zu einem Elternhaus darf nie das Problemgespräch sein. Wer nur anruft, wenn's brennt, ist in Elternohren die Feuersirene." → Positiv-Kontakte als Investition (Bank Positivity, W7, auf Eltern übertragen): 2 Minuten, konkret, ehrlich – verändert die Ausgangslage jedes späteren Gesprächs.
- Gesprächsstruktur (W.I.N. für Erwachsene): gemeinsames Ziel voranstellen („Wir wollen beide, dass Lara gut durchs Jahr kommt") → Beobachtungen als FAKTEN (W30-Protokolle zahlen ein!) → Eltern-Perspektive ernsthaft hören (oft die fehlende Information!) → gemeinsame nächste Schritte, terminiert, mit Folge-Kontakt.
- Konfliktgespräche: depersonalisieren, bei Fakten bleiben, Grenzen freundlich halten („Ich verstehe den Ärger. Über die Note entscheidet der Erwartungshorizont – den gehe ich gern mit Ihnen durch."); Vorwürfe nicht spiegeln; absehbar eskalierende Gespräche NIE allein (Klassenleitung/Schulleitung dazu) – vorher klären, nicht hinterher.
- Deutsche Formate & Pflichten (kurz, schulspezifisch prüfen!): Elternsprechtag (Taktung! 10-Min.-Struktur), Elternabend, anlassbezogene Gespräche, Zeugnis-/Klassenkonferenzen, Dokumentation von Gesprächen (Datum, Teilnehmer, Vereinbarungen).
Name it (Min. 24–28): Gesprächs-Vierschritt: Ziel → Fakten → Zuhören → Schritte+Termin. Grenz-Formel: Verständnis + Sache + Angebot.
Do it (Min. 28–50): Eltern-Rollenspiele (18 Min.): Dreiergruppen, 3 Runden à 5 Min. + Feedback; Regieanweisungen auf den Karten (die „fordernde" Karte enthält den Satz „Mit dem richtigen Lehrer hatte mein Sohn nie Probleme!" – Grenz-Formel üben!). Positiv-Vorlagen (4 Min.): 2 konkrete Nachrichten für echte SuS entwerfen.
Konsolidierung (Min. 50–58): 5-Treiber-Poster füllen (Treiber × eigenes Praxisbeispiel); Kompetenzmatrix-Update; Peer-Hospitation 5 terminieren. Action Step: siehe Curriculum (2 rein positive Elternkontakte).
SPA-Quiz: F1: „Das erste Elterngespräch des Jahres sollte…" a) beim ersten Problem stattfinden ✗ (Realität!) b) ein Positiv-Kontakt ohne Anlass sein ✓ c) am Sprechtag stattfinden ✗ d) der Klassenleitung überlassen bleiben ✗. — F2: „‚Mit dem richtigen Lehrer hatte er nie Probleme!' – du…" a) verteidigst dich mit Beispielen ✗ (Reflex!) b) Verständnis + zurück zu Fakten + Angebot ✓ c) beendest das Gespräch ✗ d) gibst dem Vorwurf recht ✗.